Tief unter unseren Gedanken arbeitet ein System, das nur eine einzige Frage kennt: Bin ich sicher? Es stellt diese Frage nicht in Worten. Es stellt sie über den Herzschlag, die Atmung, die Muskelspannung — viele Male in jeder Sekunde.
Solange die Antwort unklar ist, bleibt der Körper wach. Die Schultern halten. Der Atem bleibt flach. Wir funktionieren — oft erstaunlich gut. Aber etwas in uns ruht nicht. Viele Menschen kennen diesen Zustand so lange, dass er sich wie Normalität anfühlt.
„Sicherheit lässt sich nicht denken. Sie lässt sich nur erfahren — über Wärme, über Halt, über einen Rahmen, der bleibt."
Meine Arbeit gründet auf der Erkenntnis: Unser Gefühl von Sicherheit wurzelt in den allerersten Erfahrungen — wie wir gehalten wurden, wie verlässlich Nähe war, wie unser Körper lernte, ob die Welt trägt. Diese frühen Antworten wirken bis heute. Nicht als Erinnerung im Kopf, sondern als Haltung im Körper.
Die gute Nachricht: Was der Körper gelernt hat, kann er neu lernen. Nicht durch Willenskraft — sondern durch wiederholte Erfahrungen von echter Sicherheit. Genau dafür braucht es Räume, die nichts fordern.
Aus meiner Praxis
„Sicherheit kann ich niemandem geben wie ein Geschenk. Aber ich kann einen Raum halten, in dem sie wachsen darf. Das warme Wasser, die Ruhe, die kleine Gruppe — und vor allem: dass nichts passieren muss."
„Ich sehe oft den Moment, in dem der Körper die Entscheidung trifft, noch bevor der Mensch selbst es merkt: Die Atmung wird tiefer. Die Hände öffnen sich. Etwas im Gesicht wird weich. Das ist das Nervensystem, das sagt: Hier bin ich sicher. Diesen Moment kann man nicht machen. Man kann ihn nur einladen."
„Und deshalb bin ich langsam. Nicht aus Prinzip — sondern weil Vertrauen sein eigenes Tempo hat. Jeder Mensch hat sein eigenes. Meine Aufgabe ist, es zu respektieren."
— Gerlinde SchlothauerVielleicht kennen Sie das Gefühl, nie ganz loslassen zu können — selbst dort, wo eigentlich alles in Ordnung ist. Das ist kein Makel. Es ist die Geschichte Ihres Nervensystems. Und Geschichten können weitergehen.
Bei mir wird Sicherheit nicht vorausgesetzt — sie wird gemeinsam aufgebaut. Schritt für Schritt, in Ihrem Tempo. Der Rahmen ist klar: kleine Gruppe, warmes Wasser, eine Begleitung, die hält statt drängt. Alles andere darf sich entwickeln.
„Ihr Körper weiß, wann er bereit ist. Wir müssen ihn nicht überzeugen — wir müssen ihm nur einen Grund geben, uns zu glauben."
Sicherheit beginnt selten groß. Sie beginnt mit einem Atemzug, der tiefer geht als der davor. Mit einer Stunde, in der nichts von Ihnen erwartet wird. Mit einem Raum, der genau dafür geschaffen wurde.
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Die nächste Auszeit findet in einer kleiner Gruppe von 3 bis 6 Teilnehmern statt.
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